Vor wenigen Tagen wurden Diabetiker durch die Berichterstattung über einen mutmaßlichen Zusammenhang des langwirksamen Analoginsulins Lantus und der Entstehung von Krebserkrankungen verunsichert.
Die wissenschaftliche Datenlage ist ausgesprochen dünn und vor allem die deutsche Studie zu diesem Thema ist mit zahlreichen Mängeln behaftet. Die Aussagen mehrerer Studien zum Thema sind gegensätzlich.
Die Art der Bekanntmachung ist überaus bemerkenswert: Noch vor den Fachkollegen wurden die Patienten über Fernsehen und Zeitschriften informiert.
Dr. Lueg dazu: "Ein so sensibles Thema wie Krebs gehört verantwortungsvoll angegangen. Es weckt Ängste und jede Ausage hierzu muss gut abgewogen sein und wissenschaftlich auf sicheren Grundlagen beruhen. Zunächst hätten die Fachkollegen informiert werden müssen, die unseren Patienten als Berater zur Seite stehen. Ich hätte mir gewünscht, dass auch die deutschen Studienautoren mehr im Sinne des Patienten gehandelt hätten."
Nach den Aussagen praktisch aller Fachgesellschaften besteht zur Zeit kein Grund, Patienten auf andere Insulin umzustellen !
Einzelheiten über die Datenlage entnehmen Sie bitte der offiziellen Stellungnahme der Deutschen Diabetes-Gesellschaft.
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(17.07.2009)
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